Immer mehr Tierbesitzer achten beim Katzenfutter und Hundefutter auf die Qualität. Sie wollen genau wissen, was in den Beuteln, Dosen und Schälchen von industriell hergestelltem Futter wirklich steckt.

Das Wissen um die Inhaltsstoffe ist schließlich der Schlüssel zu einer gesunden Ernährung von Hund und Katze. Doch nicht immer ist die Deklaration auf der Verpackung leicht zu verstehen. Hier zeigen wir Ihnen, was die Angaben auf dem Etikett bedeuten.

Alleinfutter oder Ergänzungsfutter?

Der erste große Unterschied beim Fertigfutter für Katze und Hund ist, ob es sich um ein Alleinfutter oder um ein Ergänzungsfutter handelt. Alleinfuttermittel, unabhängig ob Trocken– oder Nassfutter, enthalten alle wichtigen Nährstoffe, die Hund oder Katze benötigen.

Beim Ergänzungsfutter ist das anders. Ergänzungsfuttermittel enthalten nicht alle Nahrungsbestandteile, Mineralstoffe oder Vitamine und sind nicht für die ausschließliche Fütterung gedacht.

Wenn Sie ein Ergänzungsfutter füttern, müssen Sie die fehlenden Nährstoffe (je nachdem Fett, Kohlenhydrate, Proteine, Mineralien oder Vitamine) separat ergänzen, um eine vollwertige Nahrungsration zu erhalten.

Die Hersteller müssen angeben, durch welche Zufütterung das Hundefutter oder Katzenfutter ergänzt werden muss. Außerdem steht auf jedem Futter für Katze oder Hund wie viel davon pro Tag in welcher Lebensphase gefüttert werden muss, damit das Tier optimal versorgt ist.

Inhaltsstoffe bei industriell gefertigtem Futter

Gemäß europäischem und deutschem Futtermittelrecht müssen Hundefutter und Katzenfutter nicht nur als Alleinfutter oder Ergänzungsfutter gekennzeichnet, sondern auch die enthaltenen Inhaltsstoffe aufgeschlüsselt sein. Dabei kann die Deklaration offen oder geschlossen sein.

Bei der geschlossenen Deklaration werden Zutaten in Prozent als vordefinierte Gruppen (Fleisch- und tierische Nebenprodukte, Fette und Öle, Mineralstoffe) angegeben.

Die genaue Art und Zusammenstellung der Zutaten bleibt somit geheim. Handelt es sich hingegen um ein Hundefutter oder Katzenfutter mit offener Deklaration, werden alle Zutaten mit der Ausnahme von Wasser einzeln auflistet. So können Sie direkt sehen, was wirklich im Fertigfutter steckt.

Zusätzlich werden die analytischen Bestandteile angegeben. Sie teilen sich in fünf Kategorien auf:

  • Rohprotein (Gesamtanteil der Proteine)
  • Rohfett (Gesamtanteil der Fette und Öle)
  • Rohfaser (Gesamtanteil der unverdaulichen Ballaststoffe)
  • Rohasche (Gesamtanteil an Mineralien und Spurenelementen)
  • Feuchte (Anteil der enthaltenen Feuchtigkeit in Prozent, sofern es mehr als 14 Prozent sind)

Die Angabe von anderen Nährstoffen ist freiwillig. Dazu zählen etwa Zucker, Stärke, Mengenelemente (Kalium, Kalzium, Natrium, Magnesium, Phosphor) oder bestimmte Aminosäuren (Cystin, Lysin, Methionin). Ihr Anteil lässt sich aber einschätzen, indem die Prozente der anderen fünf Kategorien zusammengezählt werden.

Industriell hergestelltes Futter: Wie steht es um die Qualität?

Hersteller haben relativ viel Freiraum bei den Angaben. Das führt bei zahlreichen Tierbesitzern zu Skepsis. Teilweise erwächst der Verdacht, dass Abfälle, Suchtstoffe oder schädliche Zutaten im Hundefutter oder Katzenfutter stecken könnten. Grundsätzlich unterliegt industriell hergestelltes Futter allerdings konkreten Reglementierungen und mindestens strengen Qualitätskontrollen.

So regelt beispielsweise die EU-Verordnung Nr. 1069/2009 was im Nass– oder Trockenfutter für Katze oder Hund verarbeitet werden darf. Auch tierische Produkte, die nicht für den menschlichen Verzehr geeignet sind, dürfen demnach im Katzenfutter und Hundefutter stecken.

Das deutet nicht unbedingt auf eine schlechte Qualität hin, schließlich fressen Wolf, Wildkatze sowie streunender Hund oder verwilderte Katze ihre Beutetiere auch in Gänze.

Nichtsdestotrotz herrscht bisher hinsichtlich der Herkunft, Qualität, Lagerung und Verarbeitung der Zutaten im Fertigfutter kaum Transparenz.

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