Das Team aus Mensch und Hund!

Der beste Freund des Menschen, ein Gefährte für ein Hundeleben – es gibt viele Metaphern für die Beziehung zwischen Mensch und Hund. Eine enge Bindung zueinander aufzubauen, ist wichtig – und unter Beachtung einiger Punkte auch nicht schwierig. Wie die Beziehung zwischen Hund und Mensch aussehen kann, erfährt der Leser im folgenden Text.

Was für eine Beziehung will ich führen?


Bei der zwischenmenschlichen Partnersuche müssen Menschen sich darüber klar sein, ob sie ein lockeres Arrangement wünschen oder den Bund fürs Leben suchen.

Haben beide Partner unterschiedliche Erwartungen, geht es meist nicht gut aus. Zwischen Hund und Halter ist das nicht anders – wenn der Mensch weiß, was der Hund für ihn sein soll, können klare Verhältnisse in der Bindung entstehen.


Jeder Hund hat jedoch seinen Charakter – die Lebenserfahrung, die Rasse, die Gesundheit des Hundes spielen eine Rolle bei den Ansprüchen, die er an seinen Menschen stellt. Die Frage lautet also nicht nur “was will ich?” sondern auch: “Was will mein Hund von mir?”

Wie sieht der Hund den Menschen?


Vor der Anschaffung eines Hundes muss klar sein, wie die Rollenverteilung sein soll. Idealerweise ist der Mensch der Rudelführer und teilt Ressourcen an den Hund aus. Diese Ressourcen sind Futter, Wasser, Zuneigung und Pflege. Ein Hund, der seinen Menschen ständig zum spielen auffordert oder bei jedem Winseln Futter vom Tisch bekommt, übernimmt die Rolle des Rudelführers – denn dann bestimmt der Hund, wann Ressourcen verteilt werden.


Für eine gute Bindung zum Menschen ist es wichtig, dass der Hund sowohl seine Aufgaben kennt als auch weiß, welche Grenzen bestehen. Eine Beziehung zum Hund bedeutet auch, den Rahmen abzustecken, in welchem sich der Hund bewegen soll und darf. Einem Hund mit einem starken Wach- und Schutztrieb muss beispielsweise deutlich gemacht werden, dass er sich nicht um die Sicherheit auf der Gassirunde kümmern muss, sondern der Mensch Begegnungen mit Personen und Tieren für sich und den Hund regelt. Es sei denn, dass Gegenteil ist ausdrücklich gewünscht.

Die Fragen der Bindung


Nähe und Vertrauen aufbauen gelingt bei Welpen naturgemäß leichter als bei einem erwachsenen Hund aus dem Tierschutz. Um die Bindung zu intensivieren, sollte sich jeder Hundehalter regelmäßig folgende Fragen stellen:


– Was soll mein Hund für mich sein?
– Wo liegen Schwachpunkte in unserer Beziehung?
– Was erwartet mein Hund von mir?
– Schleichen sich Unstimmigkeiten ein?
– Passt dieser spezielle Hund zu mir (Alter, Rasse, Geschlecht, Vergangenheit)

Streit in der Beziehung


Zu jeder Beziehung gehören Meinungsverschiedenheiten dazu. Das ist wichtig – auch, um sich gegenseitig besser einzuschätzen. Hundehalter müssen damit leben, dass der Hund auch zeitweilig unglücklich oder verknurrt ist.

Ist die Bindung zu eng, bietet das nämlich ebenfalls ein Konfliktpotential. Sind Hund und Halter sich zu ähnlich, erlischt das gegenseitig Begehren. Unregelmäßige, neue Impulse können daher die Bindung gesunderhalten. Das Geheimnis einer glücklichen Bindung zwischen Hund und Mensch ist wie das Rezept für eine lange Ehe: Glück, Neugierde und gegenseitiger Respekt.