Wie Hunde im Alltag lernen

Viele Hunde-Besitzer glauben, dass die Hunde-Erziehung sich hauptsächlich auf die Trainingsstunden beschränkt. Tatsächlich aber lernen Hunde ständig, also auch im Alltag.

Das heißt, ein Training findet fortlaufend statt und entsprechend ist die Hunde-Erziehung ein kontinuierlicher Prozess. Anhand verschiedener Formen des Lernens zeigen wir Ihnen, wie Hunde die Welt um sie herum begreifen.

Lernen durch Erfolg


Ein Training dieser Art beinhaltet, dass Hunde beigebracht bekommen, dass sich ein bestimmtes Verhalten lohnt, beziehungsweise sich mehr lohnt, als das gegenteilige Verhalten.

Dies kann sowohl im für uns Menschen positiven wie auch negativen Sinn passieren. Als positives Beispiel nehmen wir das Zurückkommen auf Zuruf: Folgt ein Hund dem Befehl umgehend und bekommt dafür eine Belohnung, merkt er sich, dass dieses Verhalten den größtmöglichen Nutzen zur Folge hat.

Ein negatives Beispiel für Lernen am Erfolg ist, wenn ein Hund ungeduldig darauf wartet, dass es mit dem Gassigehen losgeht und bellt. Wenn der Mensch sich daraufhin beeilt, nur, damit Ruhe einkehrt, wird der Hund künftig immer bellen.

Lernen durch ausbleibenden Erfolg


Hunde-Erziehung funktioniert ebenfalls, indem Hunde etwas durch ständige Wiederholung lernen. Auch hier gibt es wieder die für den Menschen positive und negative Seite.

Positiv ist es, wenn ein Hund dauerhaft mit einer Sache keinen Erfolg hat und das Verhalten dann irgendwann unterlässt. Als negativ anzusehen hingegen ist es, wenn der Vierbeiner für ein vom Menschen gewolltes Verhalten mehrfach keine Belohnung kriegt. Da wird er sich dann nämlich fragen, ob es sich für ihn noch lohnt, an diesem Verhalten festzuhalten.

Unangenehme Erfahrungen


Ein Training kann auch unangenehme Erfahrungen einbeziehen. Beispielsweise kann man sich vom Hund entfernen, wenn dieser den Befehl zum Zurückkommen ignoriert.

Je nachdem, wie beschäftigt er gerade ist, dauert es, bis er merkt, dass man fort ist. Dass er von seinem Herrchen/Frauchen getrennt ist, ist für ihn ein unangenehmes Gefühl, so dass er in der Folge sein Verhalten ändern wird.

Lernen anhand von Gewöhnung


Gewöhnung ist ebenfalls ein wichtiger Teil der Hunde-Erziehung. Hunde lernen hierbei, dass bestimmte Dinge, die zunächst noch einen Reiz auf sie ausüben, keine Folgen haben, weder positive noch negative.

Der Rasenmäher im Nachbargarten etwa ist irgendwann nichts mehr, wovor sie sich fürchten müssen. Genauso wenig ist es aber auch etwas, das sich jagen lässt.

Lernen durch Verknüpfung


Ein Training, das auf Verknüpfung aufbaut, macht sich das Pawlow’sche Glocken-Experiment zueigen. Das heißt also, wenn Hunde ein bestimmtes Signal hören oder sehen, fühlen sie sich zu einer bestimmten Handlung aufgefordert.